Aktuelle Fälle aus der Shuntchirurgie
Infektion nativer Shunt
Bei der Infektion nativer Shunts entsteht häufig eine nicht abheilende Kruste mit einer Begleitentzündung über der Shuntvene im Bereich einer ehemaligen Punktionsstelle. Diese Kruste stellt untergegangene Haut über der Shuntvene dar. Da insbesondere nach regelmäßigen Punktionen die Haut und die Shuntvene innig miteinander narbig verbunden sind ist häufig gleichzeitig die Vorderwand der Shuntvene von der Infektion mit betroffen. Bei Ablösen der Kruste droht eine lebensgefährliche Shuntblutung. Somit muss eine solche Infektion als Notfall behandelt werden.
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Lokale Infektion über einer Brachialisfistel am linken Oberarm mit zentraler Nekrosebildung der Haut und Begleitentzündung.
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Bevor die Infektion operativ behandelt werden kann, muss im ersten Schritt die Shuntvene über kleine Schnitte dargestellt und mit Gummizügeln versehen werden, damit der Blutstrom im Dialyseshunt für die Dauer des Eingriffs unterbrochen werden kann.
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Nach Entfernen der Hautnekrose zeigt sich, dass die Vorderwand des Dialyseshunts von der Infektion mit betroffen ist.
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Der Defekt in der Vorderwand der Shuntvene wird durch eine Gefäßnaht verschlossen. Nach Verschluss der Hautwunden kann der Shunt sofort zur Dialyse benutzt werden. So kann die Anlage eines zentralvenösen Katheters zur Dialyse vermieden werden.
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Kurzstreckiges Shuntaneurysma
Die Vorstellung des Patienten erfolgt mit einem schlecht funktionierenden Shunt.
Bei der Dialyse wurde die arterielle Nadel (hier wird das Blut angesaugt) in die Aneursymen gelegt. Dabei kam es wiederholt zur automatischen Abschaltung der Dialyse, weil sich die arterielle Nadel an der Venenwand festgesaugt hat und so die Blutzufuhr zur Dialysemaschine unterbrochen wurde.
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Shuntdysfunktion mit hochgradiger Stenose zwischen 2 Shuntaneurysmen bei einer Ciminofistel am linken Arm.
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Nach Freilegung der beiden Aneurysmen erkennt man deutlich die Knickstenose der Shuntvene zwischen den Aneurysmen.
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Nach Entfernung des verengten Venensegmentes werden die Venenstümpfe per Naht miteinander vereinigt.
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Langstreckiges Shuntaneurysma
Bei der Patientin, die wegen einer Wegenerschen Granulomatose seit 3 Jahren dialysepflichtig ist besteht eine stetige Größenzunahme der Shuntvene am rechten Oberarm. Ellenbogennah dünnt die wachsende Fistel bereits die Haut aus. Hier droht die Haut aufzubrechen.
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Befund:
langstreckiges Shuntaneurysma von der Ellenbeuge bis zum proximalen Oberarm
bei Zustand nach Brachialisfistel vor 3 Jahren.
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Aufsicht des Aneurysmas von der Außenseite des rechten Armes. Deutlich erkennt man, dass das Aneurysma im ellenbogennahen Anteil die Haut
ausdünnt und hier ein Durchbruch der Haut droht.
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Deutlich erkennt man eine Knickstenose am Ende des Aneurysmas.
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Nach Ausschneiden der Knickstenose wurde die aneurymatische Shuntvene
längs aufgeschnitten und verjüngt. Die längs eröffnete Vene wird dann mit einer Naht
längs vernäht und zum Schluss die Venenstümpfe mit einer Naht vereinigt.
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